Wiederauferstehung!

Religiös, aber das ist ja die Überschrift auch.
Es ist sicher ein halbes Jahr her, seit ich zum letzten Male auf meinem Blog etwas geschrieben habe und es sah sicher so aus, dass Duab wieder einmal in der Versenkung verschwunden war. Und das war auch so. Doch, regelmäßige Leser*innen mögen sich erinnern, gab es schon einmal eine deutlich längere Pause. Was ich damit sagen will: Duab lebt und ich werde versuchen, in der nächsten Zeit wieder mehr zu schreiben. Dieser Beitrag wird daher nur eine Einstimmung sein, auf das was noch kommen wird.
Grundsätzlich werde ich hier verschiedene Themen ansprechen, aber keines näher behandeln, dazu ist in diesem halben Jahr einfach zu viel passiert, was kommentierungswürdig wäre. Ich wüsste auch gar nicht, wo ich anfangen sollte. Bei Sarrazin etwa? Den will ich lieber gar nicht erwähnen – Reintreten und weitergehen sollte da die Devise sein (rein metaphorisch natürlich). Dann gab es noch die Aufstände in Nordafrika und jetzt auch noch ein zweites Tschernobyl. Die Grünen gewinnen eine Landtagswahl und die BRD kneift vor einem Auslandseinsatz. Achja, der Naziaufmarsch in Dresden wurde erneut verhindert. Doch leben wir schon in der Anarchie? Leider nein, und bis dahin wird es wohl auch noch ein weiter Weg sein.
Anstatt mich nun nacheinander an den Themen abzuarbeiten, will ich lieber auf eine Kuriosität hinweisen, von der ich vor kurzem las und die ich nicht direkt verlinken werde. Es geht um eine sexistische „Männer-Gruppe“. Schrecklicherweise ist das ganze kein Witz, sondern offenbar ernst gemeint und angesichts dessen kann und will ich mich zu dieser verrückten Sache auch nicht weiter äußern, entsprechende Kommentare seien eurer Fantasie überlassen. Aber wahrscheinlich ist auch diese Erscheinung, so kurios sie auch sein mag, einfach nur ein weiteres Phänomen eines versuchten „konservativen“ Rollbacks, der, wenn er erfolgreich sein sollte, fortschrittliche Errungenschaften auf vielen Gebieten wieder abschaffen würde. Vielleicht passt auch die sarrazinsche Hetze in diesen weiteren Kontext, aber ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
Und während sich jene Leute über den vermeintlichen „linken“ Mainstream ärgern, explodiert in Japan nach einem Erdbeben mit Tsunami ein Atomkraftwerk. Zwar scheint die Katastrophe bisher nicht die Ausmaße von Tschernobyl angenommen zu haben (erst 10% davon…), aber trotzdem sind sich einige nicht zu blöd, von einem Wohlstandsschwund zu reden, sollten die AKWs „übereilt“ abgeschaltet werden. Andere Medien weisen in diesem Zusammenhang auch mal gerne auf die Klimaschädlichkeit von Erdgas und die Verschandelung der Landschaft durch Windräder hin, aber natürlich ohne eigene Alternativen aufzuzeigen. Ja, alle Energieformen haben Nachteile und ja, DU bist gemeint, Spiegel Online!
Nachdem der kopierte Verteidigungsminister sein Amt abgeben musste (ja, er ist wirklich ein Klon) und nun ein neues, konservatives CSU-Gesicht das Innenministerium übernahm, fand die Bundesregierung im Angesicht der revolutionären Umstürze und Aufstände in Nordafrika einen neuen, schröderischen Kurs in der Außenpolitik. Da die Aussicht auf einen Sieg bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg (war wohl nichts) deutlich höher gewertet wurde als die potentielle Chance auf einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat, vertrat der deutsche Außenminister die Position, es seie besser, die Aufständischen in Libyen doch lieber ihrem Schicksal bzw. der NATO zu überlassen. Bei so viel provenzieller Kurzsichtigkeit will mensch eigentlich anfangen zu weinen, aber da die Erwartzungen an die Bundesregierung eh gegen Null tendieren, bleibt das Kloß im Lauf.. eh, im Halse stecken.
Und bevor jetzt wieder irgendwelche selbsternannten „Krieggegner*innen“ ankommen und mich als Krieghetzer*in beschimpfen, möchte ich darauf hinweisen, dass Gaddafi ein Diktator ist und mit den Menschen in Libyen nicht freundlich umspringt. Daneben hat er unglaublich viel Geld (und Gold), mit dem er seine Söldner*innen bezahlt, die dann auch mal friedliche Demonstrant*innen niederschießen. Auch, wenn die Motive der Aufstandsbewegung nicht so klar sind wie in Ägypten und Tunesien, ist jenen mit netten Worten und ähnlicher heißer Luft nicht geholfen. Wenn sich also wirklich irgendwelche Staaten und Regierungen die Durchsetzung von Demokratie und Menschenrechten auf die Fahnen geschrieben haben, wäre der Konflikt in Libyen ein passender Ort den Sprüchen auch mal Taten folgen zu lassen.
Für einen Wiederauferstehungpost soll es das erstmal gewesen sein, konkrete politische Beiträge werden dann in den nächsten Tagen folgen. Also, ein guter Zeitpunkt, um auf Videospiele einzugehen. Eines, welches könnt ihr sicher erraten, beschäftigt mich aufgrund seiner offenen Natur schon eine Weile. In kaum einem anderen Spiel gibt es so viele unterschiedliche Möglichkeiten, verschiedene Dinge zu erschaffen und die Welt zu verändern. Auch, wenn die Grafik nicht mehr taufrisch ist, kann ich das Spiel nur allen empfehlen, also, wirklich ALLEN! Es handelt sich hierbei natürlich um „Call of Du…“, um Minecraft. Ist auch erschwinglich, und wenn sich gleichgesinnte Anarch@s finden, bin ich gerne bereit, im SMP eine fortschrittliche Klötzchengesellschaft aufzubauen.