Archiv der Kategorie 'Anarchie'

Berlin ist nicht Spanien!

Spanien
Wir alle erinnern uns an die Bilder von den großen, besetzten Plätzen in Spanien, den Aufständen in Nordafrika und denken daran gerne mal in revolutionärer Schwärmerei. Inzwischen wird, angelehnt an zweifelhafte Machwerke wie „Der kommende Aufstand“ oder „Empört Euch!“, gar eine neue „Jugendrevolte“ heraufbeschworen. Und so kommt es, wie es kommen muss: Auch in der bundesdeutschen Hauptstadt versucht ein Grüppchen „Empörter“, den Alexanderplatz für sich zu vereinnahmen, um die Empörung auf die Straße zu tragen und „echte Demokratie“ zu fordern. Das ist doch erstmal eine gute Sache, wären da nicht so ein paar Haken. (mehr…)

Wiederauferstehung!

Religiös, aber das ist ja die Überschrift auch.
Es ist sicher ein halbes Jahr her, seit ich zum letzten Male auf meinem Blog etwas geschrieben habe und es sah sicher so aus, dass Duab wieder einmal in der Versenkung verschwunden war. Und das war auch so. Doch, regelmäßige Leser*innen mögen sich erinnern, gab es schon einmal eine deutlich längere Pause. Was ich damit sagen will: Duab lebt und ich werde versuchen, in der nächsten Zeit wieder mehr zu schreiben. Dieser Beitrag wird daher nur eine Einstimmung sein, auf das was noch kommen wird. (mehr…)

Immer auf die Kleinen

Familiencard
Neben der sommerlochigen Diskussion über die Panoramafreiheit in der Bundesrepublik erhitzt gerade ein anderes Thema manche Gemüter. Die ehemalige Familien- und jetzige Arbeitsministerin plant Kinder von Transferleistungsempfänger*innen besser zu stellen, aber nicht etwa durch bloße Erhöhung der Regelsätze – die könnten ja auch anders genutzt werden. Stattdessen soll eine Art „Gutscheinsystem“ (wahlweise auch mit Chipkarte) eingeführt werden, die diesen Kindern die soziale Teilhabe ermöglichen soll, etwa beim Schulmittagessen, bei Nachhilfeunterricht, in Sportvereinen, beim Musikunterricht uvm. . Doch da jegliche Reformversuche nicht unwidersprochen bleiben können, ist nun eine Diskussion über Sinn und Unsinn dieser Ideen entbrannt. (mehr…)

Sommerloch oder: Die politische Landschaft der BRD

Trend
Ich habe mich einfach mal spontan dazu entscheiden, die Ergebnisse der als „Deutschlandtrend“ bezeichneten Umfrage der ARD zu kommentieren. Worum es geht: Die ARD hat einen Haufen Leute zur politischen Situation im Lande befragt und dabei ging es um mehr als die bloße „Sonntagsfrage“, sondern auch um einige konkrete politische Sachfragen, Zufriedenheitswerte oder Erwartungen. Ich will nun so vorgehen, dass ich die einzelnen „Ergebnisse“ nach einer willkürlichen Reihenfiolge wie üblich kommentiere, das muss auch nicht der Reihenfolge entsprechen, wie der ARD die Ergebnisse aufgeführt hat und auch, wenn diese Ergebnisse repräsentativ sein sollen, sollten wir alle diese nicht überinterpretieren. (mehr…)

Revolutionärer Umsturz in Griechenland

Attentat
Jedenfalls ist dies wohl der Anspruch der sogenannten „Sekte der Revolutionäre“, die sich jetzt in Griechenland zu Anschlägen auf eine Polizeiwache und zu Morden an einem Blogger und an einem Polizisten bekannt hat. Ihr Ziel ist – wenig überraschend – die Abschaffung des Kapitalismus und dies wollen sie nun mit aller Gewalt durchsetzen und Griechenland in ein „Kriegsgebiet“ verwandeln und dabei auch Tourist*innen angreifen. Es gibt also wieder eine „klassische“ (oder besser: nostalgische) anarchistische Gruppe, die auch vor der „Propaganda der Tat“ nicht zurückschreckt. (mehr…)

Das Ende eines Mythos

Super-Obama
Nach George W. Bush erschien vielen jede*r Kandidat*in für das höchste Amt im Staate USA plötzlich super geeignet, die Leute waren frustiert und wollten einen Wandel und bekamen ihn auch: Mit Barack Obama zog ein Demokrat ins weiße Haus ein, der viele Hoffnungen auf eine andere, friedlichere, gerechtere und auch sozialere USA verkörperte und dann gewann er auch noch den Friedensnobelpreis, obwohl er weiterhin in zwei Staaten (Afghanistan und Irak) aktiv Kriege führt – eigentlich eine Farce. Doch auch seine anderen großen, politischen Projekte wurden immer mehr zusammengestutzt oder bis heute nicht verwirklicht. Inzwischen lässt sich der sogenannte „mächtigste Mann der Welt“ schon von einzelnen neokonservativen Aktivist*innen vorführen. (mehr…)

Befreiung geglückt

Afghanistan
Der Afghanistankrieg, der im Jahre 2002 begann und wesentlich weniger öffentliche Aufmerksamkeit erregte als der folgende Irakkrieg, zeichnete sich vor allem durch die schnelle, militärische Absetzung der Taliban aus. Danach begann ein terroristischer Guerillakrieg, der bis heute sehr viele Opfer forderte und die westlichen Armeen reagierten darauf mit Bombardements, die auch wieder Unschuldige umbrachten – sowohl Taliban als auch die NATO schadeten den Zivilist*innen (das soll keinesfalls eine Gleichsetzung sein!). Jetzt aber, nach der jahrelangen Aufbauarbeit und der Stabilisierung des Landes will Afghanistan seine Angelegenheiten wieder selber regeln und der Fahrplan dazu wurde auf der entsprechenden Konferenz beschlossen. (mehr…)

Demokratie ist doch doof!

Demokratie
Eigentlich sollten wir doch glücklich sein, über die Situation in der wir leben: Materieller Wohlstand und eine liberale Demokratie – damit geht es uns besser als dem Großteil der restlichen Menschheit. Und jetzt gibt es immer mehr direkte Demokratie, das ist doch ein Grund zur Freude, oder nicht? Vielleicht aber auch genau nicht und es mag jetzt hart wirken, aber ich stehe zu folgender Aussage: Ich bin kein*e Demokrat*in. Das klingt jetzt wesentlich schlimmer als es eigentlich ist, aber ich werde diesen Beitrag und das Ergebnis über die Abstimmung über die Schulreform in Hamburg als Anlass dazu nutzen, mich zu erklären. (mehr…)

Immer diese Gewaltbereitschaft

Gewalt
Angeblich (und vielleicht auch real) ist Gewalt an Schulen ein immer größeres Problem. Die britische Regierung hat dagegen jedoch jetzt ein nahezu geniales Konzept entwickelt: Anstatt sich durch die Schüler*innen unterbuttern zu lassen, soll es den Lehrer*innen nun gestattet sein, im Notfall auch körperlich einzuschreiten, falls sich die/der Störer*in partout nicht dazu bewegen lässt, den Aufforderungen des Lehrpersonal zu folgen. Abgesehen davon, dass Gewalt in der Erziehung nichts zu suchen hat, findet hier bestenfalls Symptombekämpfung statt, da an den Ursachen für Probleme in der Schule keineswegs gerüttelt wird. Es bleibt also dabei, dass sich das das Verhalten der Schüler*innen nicht ändern wird, nur weil es den Lehrer*innen erlaubt wird, auch tätlich vorzugehen – wahrscheinlich wird einfach nur das gesamte Klima an den Schulen gewalttätiger. (mehr…)

Manchmal ist es gar nicht leicht…

Rauchverbot
…eine politische Entscheidung zu treffen, denn da gibt es Themen, von denen mensch persönlich betroffen wäre und eine persönlich-emotional motivierte Entscheidung würde sehr leicht fallen, wenn da nicht die eigene Weltanschauung einen Strich durch die Rechnung machen würde. Ein Thema, was mich zu so einem Dilemma bringt, ist das Rauchverbot in öffentlichen, geschlossenen Räumen jeder Art. Da ich selbst Nichtraucher*in bin und mich Raucherei meist irgendwie ziemlich nervt und ich den Gestank auch nicht mag, würde ich rauchfreie Räume natürlich verrauchten immer vorziehen, zumal ich Rauchen ansich auch für die sinnloseste Droge überhaupt halte. Aber ich bin ja auch Anarchist*in und da liegt es mir fern, anderen Menschen etwas zu verbieten oder vorzuschreiben. (mehr…)