Archiv der Kategorie 'Trivia'

Ich hasse die SPD!

Projekt 19
Ja, dies wird wieder einmal ein Beitrag, der hauptsächlich Gepöbele gegen die sogenannte „Sozialdemokratische Partei“ enthält. Es wirkt mit der Zeit vielleicht etwas einseitig, aber die jüngsten Ereignisse in NRW bringen mich mal wieder dazu, mich hier verbal auszukotzen. Denn wie kann es eigentlich sein, dass eine Partei, die eindeutig für einen „Politikwechsel“ angetreten ist, nun dazu verkommt, der ehemaligen Regierungspartei CDU wieder zur Macht zur verhelfen? Offensichtlich ist für die sogenannte „Sozialdemokratie“ der Drang zur Macht doch wesentlich stärker als der Drang, „soziale Politik zu betreiben“, denn sonst würde mensch wahrscheinlich versuchen, eine politische linke Mehrheit ausnutzen, aber wen wundert es eigentlich noch? (mehr…)

Antifa heißt…

Ausgeschieden!
… Ballack mal so richtig turnierunfähig foulen. Es ist quasi das schlimmste passiert, was nur passieren konnte, in Bangk…, ich meine die Ölpe…, nein, natürlich wurde „Ballack“ potentieller Star und „Kapitän“ so schlimm gefoult, dass er wohl nicht an der kommenden Fußball-WM in Südafrika teilnehmen kann. Und darüber sind natürlich viele national betrunkene Fans äußerst erbost. Ich hingegen möchte mich noch einmal ausdrücklich bei Kevin-Prince Boateng bedanken, der so hoffentlich ein frühes Ausscheiden des bundesdeutschen „Nationalteams“ und somit ein ebenso hoffentlich frühes Ende eines ekelhaften Fußball-Patriotismus herbeiführt. Vielen Dank nochmal! Umso schneller der nationalistische Spuk vorbei ist, umso besser – schon schlimm genug, dass das überhaupt wieder anfängt. (mehr…)

Heute ist nicht alle Tage

Sitzverteilung
Hessen kommt wieder, keine Frage! Es ist natürlich etwas übertrieben, von hessischen Verhältnissen zu sprechen, schließlich war die einzige Partei, die sich im Vorfeld auf eine einzige Koalition festgelegt hat, die FDP und diese wird damit auch zur Opposition verdammt sein. Aber sonst ähnelt alles dem Wahlergebnis in Hessen: Außer einer großen Koalition sind keine Zweier-Konstellationen möglich, und die CDU liegt minimal mit bloß lächerlichen 6200 Stimmen vor der SPD und hat im Landtag auch dieselbe Anzahl an Mandaten, durch die paar mehr Stimmen aber einen kleinen „psychologischen“ Bonus. Jetzt bleibt die Frage der Regierungsbildung natürlich offen, aber ich bin guter Dinge, dass es nicht so ein Debakel wie in Hessen geben wird. (mehr…)

Zum Vorabend der NRW-Wahl

Kraft - Rüttgers
In Ermangelung anderer tagespolitischer Themen (Nein, der „Tag der Befreiung“, so schön die Erinnerung auch sein mag, ist kein tagespolitisches Thema) muss ich mich gezwungenermaßen mit der Landtagswahl in NRW auseinandersetzen, am besten sogar in zwei Beiträgen. Jetzt kann ich noch schön raten, wie die Wahl, die in wenigen Stunden anläuft, ausgehen wird. Schließlich ist dies auch eine Richtungswahl, die starke Auswirkungen auf die Bundespolitik hat, so könnte die Regierungskoalition aus CDU ind FDP ihre Mehrheit im Bundesrat verlieren, wenn es in NRW einen Regierungswechsel geben sollte, was auch verschiedene Projekte der Bundesregierung (Kopfpauschale, Atomausstiegausstieg, etc.) gefährden könnte. Und gerade diese Wahl scheint nun richtig spannend zu werden. (mehr…)

Bildungsgedanken

Lernen
„Aufstieg durch Bildung“ propagiert die FDP im NRW-Landtagswahlkampf, denn heute gilt Bildung als universelles Gut, leicht teilbar und für alle erreichbar, welches auch noch den sozialen Aufstieg befördern kann. Und da Bildung so wichtig ist, sollen wir uns alle dem lebenslangen Lernen verschreiben, damit wir auch ja nicht „auf der Strecke“ bleiben. Diesen – viel anerkannten – Aussagen stellt sich ein umfangreicher Artikel entgegen, der nicht nur die soziale Undurchlässigkeit des bundesrepublikanischen Bildungssystems und den von der Politik verwendeten Bildungsbegriff kritisiert, sondern auch die Menschenfreundlichkeit einer propagierten „Wissensgesellschaft“ infrage stellt. Und wenn sowas nicht inspiriert, über Bildung zu schreiben, dann weiß ich auch nicht. (mehr…)

Kurze Pause!

Noch mal schnell, bevor ichs vergesse: Da ich um ziehe und voraussichtlich die Woche über kein Netz haben werde, wird des Blog auch bis zum Wochenende etwas ruhen. Ich hoffe, dass ich euch danach wieder mit meinem Geschreibsel „beglücken“ kann. Bis dahin wünsche ich euch allen eine schöne Woche und alles Gute! Bleibt euch treu und sowas ;) . Aber nicht vergessen: Ich komme wieder – keine Frage, dann gestärkt und mit neuer Motivation und dann gehts erst richtig rund!

Religionsmissbrauch

Sekten
Gleich mal eine Klarstellung an erster Stelle: Ich will hier nicht groß über den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche schreiben, dazu wurde in den regulären Medien schon genug erzählt und es ist natürlich vollkommen klar, dass ich die Taten der Leute, die eigentlich die christliche „Nächstenliebe“ für sich in Anspruch nehmen, vollkommen verurteile. Nun soll es mehr um die Reaktionen der katholischen Kirche bzw. die Auswirkungen von Religion auf Menschen ansich gehen. So wurde im Vatikan sogar das übliche Protokoll geändert und ein Kardinal bekräftigte, dass die gesamte Kirche hinter dem Papst stehe, der ja im Zuge des Missbrauchsskandals selbst kritisiert worden war. Und auch die übliche Osterpredigt hatte kein Wort der Entschuldigung für die Opfer kirchlichen Missbrauchs übrig. (mehr…)

Was wirklich dahinter steckt

Marionetten
Es war für viele sicher schon irgendwie offensichtlich, aber jetzt ist mir auch klargeworden und ich bringe es hier auf den Punkt: Es gibt in dieser Gesellschaft Marionetten, die von Leuten kontrolliert werden, die im Hintergrund die Fäden ziehen – aber das ist vielleicht gar nicht das Entscheidende. Viel spannender ist, wie diese Marionetten Einfluss auf die Gesellschaft nehmen können und dies schon bei den Kleinsten von uns beginnt. Da werden Werte in die Köpfe der Kinder gepresst, die diese später einfach reproduzieren, eine fatale Entwicklung, da dies ohne jegliche übergeordnete Kontrollinstanz geschieht. Die langfristigen Auswirkungen dieser Handlungen sind jetzt noch gar nicht absehbar und vielleicht wird das irgendwann ein ganz großes Theater geben. (mehr…)

Eine Krise der Repräsentation

Parlament
66%, 67,6% und auch ~70%. Wenn mensch sich so diese Zahlen anguckt und dabei nur weiß, dass es um Wahlen geht, könnte sie/er schon auf die Idee kommen, es handele sich um die Wahlbeteiligung. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall. Bei diesen Zahlen handelt es sich um den Anteil der Nichtwähler*innen in den französischen „Banlieues“ bei den Regionalwahlen vor knapp einer Woche. Das ist umgerechnet eine Wahlbeteiligung von etwas über 30%, das ist nur knapp mehr als die Wahlbeteiligung der Studis bei manchen deutschen hochschulpolitischen Wahlen. Doch vor und nach der Wahl sind die Themen, die die alltägliche Politik bestimmen fernab der Realität der Bewohner*innen jener Vorstädte, die vor einigen Jahren wegen sozialer Unruhen in die Schlagzeilen gerieten. Probleme, die angegangen werden müssten, gibt es dort sicher genug, so liegt bspw. die Arbeitslosigkeit von unter-25-Jährigen bei 42 Prozent. Nur welche*r Politiker*in interessiert sich schon für Leute, die eh nicht wählen gehen? (mehr…)

Eine mögliche Zukunft

Dick-Bücher
Ich lese gerade einen Science-Fiction-Roman von „Philip K. Dick“ namens „Die seltsame Welt des Mr. Jones“ aus dem Jahre 1956. Der Roman spielt im Jahre 2002, also eigentlich gar nicht so extrem SciFi für uns, obwohl es fliegende Autos gibt. Der Roman hat einen eindeutig dystopischen Unterton, in den 70er Jahren gab es offenbar einen dritten Weltkrieg, der ziemlich viel verwüstete. Es geht hauptsächlich um den namensgebenden Jones, der in die Zukunft sehen kann, für das jeweils kommende Jahr sogar mit einer ganz enormen Präzision. (Achtung, ich spoilere in diesem Beitrag auch etwas rum.)
Die Hauptperson ist ein „Sicherheitspolizist“ (eine Art Geheimdienst) namens Cussick. Dieser traf Jones bereits vor dessen „Aufstieg“ auf einem Jahrmarkt und so kam Jones dann in den Fokus des Geheimdienstes, der aber machtlos war. Die vorherrschende Ideologie (oder Nicht-Ideologie) auf der Welt ist im Jahre 2002 nämlich der „Relativismus“, nachdem Religionen und andere totalitäre Weltanschauungen zum Krieg geführt hatten. Der Relativismus erlaubt eigentlich allen, nach ihrer Facon zu leben, verbietet aber gleichzeitig „absolutistische“ Weltanschauungen und verfolgt diese im Geheimen mit aller Härte.
Jones, der exakt die Zukunft vorhersehen kann, fordert mir dieser Fähigkeit natürlich den Relativismus heraus, für den es keine absoluten Wahrheiten geben kann – doch genau diese predigt Jones. So ist es auch kaum verwunderlich, dass es ihm gelingt, eine große Schar an Anhänger*innen zu sammeln, die ihn zum „Oberbefehlshaber“ ernennen wollen und die Welt-Bundesrierung absetzen wollen. Dazu kommt noch, dass sogenannte „Drifter“ – große, einzellige Organismen, die durch das Weltall „driften“ – zu größeren Zahlen auf der Erde landen und dort zwar einfach verenden, aber trotzdem den Zorn der Bevölkerung auf sich ziehen.
Interessant ist an diesem Roman weniger die technische Zukunftsvision, sondern der gesellschaftliche Aspekt und wie sich die Charaktere dort in dieser – von Dick selbst geschaffenen Gesellschaft – bewegen. So etwa der Sicherheitspolizist Cussick, der zwar klar zum Relativismus steht, aber dennoch die Fähigkeiten von Jones und dessen Anhänger*innen mit ihrem Fanatismus beeindruckend findet. Es trifft ihn natürlich, als er erfährt, dass seine Frau eine Anhängerin von Jones ist und so wird das gemeinsame Kind auch in eine staatliche Erziehungsanstalt gesteckt, als die beiden sich trennen. Sie stellte sowieso mit ihrer eher künstlerischen Ader und ihrem Freigeist einen Gegenpol zum loyalen und pflichtbewussten Cussick dar.
Bisher bin ich zwar noch nicht ganz durch und kann daher auch nicht sagen, wie es ausgeht, aber ich erwarte kein zwingendes „Happy End“. Der Schreibstil gefällt mir bisher gut, wobei mich die verschiedenen Rückblenden (sogar innerhalb von anderen Rückblenden) und Szenenwechsel am Anfang schon etwas verwirrt haben. Die Vision einer Gesellschaft im Wiederaufbau nach dem Krieg war für mich auch mal etwas neues, auch wenn Dicks Ideen ja glücklicherweise bisher nicht eingetreten sind. Zumindest diesen Roman würde ich bedenkenlos weiterempfehlen, aber ich habe auch noch ein paar weitere Romane von Dick, die ich zu lesen gedenke und eventuell ist er ja als Autor eine Pauschalempfehlung wert.
Ich bin sowieso ein Fan von Dystopien und SciFi, weil ich denke, es ist interessant, Gedanken zu spinnen, wie die Welt einmal aussehen könnte, wenn sich alles in eine gewisse Richtung entwickelt. Mensch muss nicht immer mit beiden Beiden auf festem Boden stehen, es lohnt sich oftmals viel mehr, einfach abzuheben und zu träumen. Natürlich bin ich ein viel größerer Fan von Utopien, aber in Romanform gefallen mir die negativen Zukunftsvision einfach besser – wobei, ich habe wohl noch nie einen richtigen Utopie-Roman gelesen. Und auch post-apokalpytische Endzeit-Szenarien liebe ich geradezu, sei es nun „Mad Max“ oder „Fallout“, irgendwie hat das für mich einen besonderen Reiz. So habe ich dann immerhin eine gewisse Restmotivation, falls doch ein Atomkrieg ausbrechen sollte und ich dann durch menschenleere Städte streifen muss. Hoffen wir, dass es nicht soweit kommt.